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Einfamilienhaus vollständig durch Feuer zerstört

In einem Einfamilienhaus in der Siedlung „Am Steinbrink“ im nahegelegenen Bruchmühlen/Düingdorf, in dem lachende Kinder zur Tagesordnung gehörten, nahmen aufmerksame Nachbarn am Freitagmorgen, den 14.05.2010, eine starke Rauchentwicklung war und meldeten dies um 10:23 Uhr der Rettungsleitstelle Osnabrück. Diese löste dann Alarm für diverse Feuerwehren aus, sowie für den Rettungsdienst der Rettungswache Melle, sowie die Schnelleinsatzgruppe Rettung.

Da der Vater auf der Arbeit in Osnabrück und die Mutter zu Besuch bei Bekannten in Richtung Bünde waren, stürmten die Nachbarn ohne zu zögern und ohne an das eigene Leben zu denken, in das Gebäude und brachten die sich dort aufhaltenden Kinder im Alter von zwei, vier, sechs und acht Jahren samt dessen bettlägerigem Großvater in Sicherheit. Die in Sicherheit gebrachten Personen wurden dann von einem Notarzt aus dem Christlichen-Klinikum- Melle (CKM) sowie zwei Rettungswagenbesatzungen der Rettungswache Melle und den ersten beiden Mitgliedern der Schnelleinsatzgruppe 5 unseres Kreisverbandes betreut.
Die Großmutter, die zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht vor Ort war, erlitt beim Eintreffen an der Einsatzstelle einen schweren Schock und musste von einen Rettungswagen ins CKM gebracht werden, ebenso der Großvater der eine Rauchgasvergiftung erlitt.
Nur 5 Minuten später trafen die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr ein. Im weiteren Einsatzverlauf waren dann ca. 80 Einsatzkräfte der Feuerwehren Bruchmühlen, Riemsloh, Melle-Mitte und der Alarmeinheit Buer (Buer + Markendorf + Tittingdorf) vor Ort tätig – zu diesem Zeitpunkt brannte das gesamte Obergeschoss bereits in voller Ausdehnung.
Etwas später trafen weitere Einsatzkräfte der SEG-5 trafen vor Ort ein.
Bei den Kindern kam auch das neu angeschaffte CO2-Messgerät des Kreisverbandes Melle zum Einsatz (wurde hier online und durch das Meller Kreisblatt berichtet), um festzustellen ob auch sie sich eine Rauchgasvergiftung zugezogen haben.

„Löscharbeiten von innen vorzunehmen sei zu dem Zeitpunkt zu gefährlich gewesen“, so Ortsbrandmeister Thomas Aufdemkampe.
Der Ebenfalls hinzugerufene Notfallseelsorger nahm seine Arbeit im Bereich der Kinderbetreuung auf, auch der dann eintreffende Vater der Kinder wurde mitbetreut. Vater und Kinder wurden dann im weiteren Einsatzverlauf durch die Beamten der Polizei Melle vom Ort des Geschehens entfernt, der Notfallseelsorger blieb aber bei Ihnen.
Dann geschah, was viele bereits vermuteten, sich aber bisher nicht bestätigt hatte: Mitglieder der Feuerwehr entdecken von der Drehleiter aus den Leichnam einer jungen Frau. Gegen Mittag, als die Flammen erfolgreich abgelöscht waren, begann die Feuerwehr die Leiche zu Bergen, was mit äußerster Vorsicht geschah, da der Spitzboden des völlig ausgebrannten Obergeschosses nicht mehr zu betreten war.
Ein zweiter eintreffender Notfallseelsorger, Diakon Frank Jäger, stand von nun an, sowohl den Rettungskräften, als auch allen Anwesenden zur Seite, um bei der ersten Verarbeitung zu helfen. „Das ist für alle Beteiligten sehr hart, auch für uns“, so Jäger. Die Identität der Person wird durch die Polizei geklärt, die hierzu Ihre Ermittlungen aufgenommen hat. Die Leiche wird am Montag in Oldenburg obduziert um herauszufinden ob es sich um die vermisste Person handelt.
Ein Polizist verletzte sich bei den Ermittlungen leicht an der Nase in Form einer kleinen Platzwunde, sowie einer kleinen Schürfwunden an der Hand. Sonst gab es keine weiteren Behandlungen.
Dennoch ist die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes bei diesem Einsatz noch nicht beendet, da die betroffenen Bewohner des niedergebrannten Hauses nur das besitzen, was Sie bei sich hatten.
Das DRK unterstützt die Familie so gut es geht und brachte noch am Nachmittag Kleidung aus der DRK Kleiderkammer zu der Familie.

Bei diesen Einsatz kommt unsere komplette Arbeit ans Tageslicht, wir sind beim Einsatz dabei um Verletzte zu versorgen, Betroffene zu betreuen und gewährleisten die Notfallversorgung der Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr sowie in gewünschten Fällen die Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken und Nahrungsmitteln (Verpflegungseinheit).
Davon hört man sicherlich des öfteren, wenn wir mit vor Ort sind. Doch auch die sogenannte Nachsorge gehört zu unseren Aufgaben.
Hierzu zählt die Klärung der ersten Unterbringung sowie die Beschaffung diverser Grundsachen zum Beispiel in Form von Kleidung.

Im Einsatz befanden sich:

Feuerwehr Bruchmühlen
Feuerwehr Riemsloh
Feuerwehr Melle-Mitte
Feuerwehr Buer (Alarmeinheit Buer)
Feuerwehr Markendorf (Alarmeinheit Buer)
Feuerwehr Tittingdorf (Alarmeinheit Buer)
NEF, RTW I, RTW II (Rettungswache Melle)
MTW-Rettung 41/62 (SEG-5)
KTW 41/53 (SEG-5)
ELW 41/11 (SEG-5)
RTW 41/42 (SEG-5)
MTW-Küche 41/64 (SEG-5)
Polizei Melle

Transporte: 2 durch den Regelrettungsdienst
Versorgungen: 3

1 Kommentar zu „Einfamilienhaus vollständig durch Feuer zerstört“

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