Haiti: Helfende Hände im DRK-Krankenhaus
Zwischen Staub, Geröll und Schutt beginnt sich die Lage in Haiti zu normalisieren. Lokale Märkte sind eröffnet, Menschen machen Besorgungen. Auch im DRK-Krankenhaus sind es immer mehr übliche Erkrankungen, die die Ärzte beschäftigen. Gerade jetzt ist es wichtig, dass die Hilfe weitergeht. Lesen Sie hier mehr über das Hospital.
Auch, wenn die akute Notfallphase der schweren Brüche und Verletzungen fast vorüber ist, haben die Ärzte im DRK-Hospital in Carrefour alle Hände voll zu tun. Chronische Krankheiten, Folgewirkungen des Erdbebens – etwa Durchfall, Fieber, Erkältungen oder Hautauschlag durch schlechte hygienische Bedingungen – prägen jetzt die Arbeit vor Ort. Auch Schwangerschaftsbetreuung und Geburten sind an der Tagesordnung: Allein bis zum 11. Februar erblickten 37 Babys im DRK-Hospital das Licht der Welt.
Das Krankenhaus bleibt
Jetzt ist es wichtig, dass die DRK-Hilfe weitergeht, denn Haitis Krankenhäuser sind zerstört und überlastet, es mangelt an Ärzten und Krankenschwestern. Bis sich die Situation stabilisiert hat, werden Monate und Jahre vergehen. Um die medizinische Grundversorgung der Menschen zu gewährleisten, wird das Hospital deshalb in Haiti bleiben. Es ist dabei so leistungsfähig wie ein Kreiskrankenhaus in Deutschland: 250.000 Menschen können dort versorgt werden. Zudem funktioniert es unabhängig, denn es verfügt über eigene Wasser- und Stromversorgung.
Hilfe für seelische Wunden
Neben den körperlichen Wunden leiden die Menschen in Haiti auch unter unsichtbaren, seelischen Wunden. Besonders Kinder benötigen eine professionelle Betreuung, um die schlimmen Erlebnisse zu verarbeiten. Liebevolle und gut geschulte Rotkreuzhelfer kümmern sich im DRK-Hospital gezielt um die traumatisierten Kleinen. Sie spielen und reden mit ihnen, bauen eine positive Beziehung auf. Auf diese Weise werden die schlimmen psychischen Belastungen der Kinder gelindert. Auch bei kreativen Tätigkeiten wie Malen oder Basteln können die Kinder ihre Erlebnisse verarbeiten.
Das „Krankenhaus aus der Kiste“ auf einen Blick
Das DRK-Hospital in Haiti verfügt über:
- eine Notfallaufnahme
- zwei Operationssäle
- eine Mutter-Kind-Station
- eine Röntgeneinheit
- ein Labor
- eine Apotheke.
- bis zu 160 Betten für die stationäre Behandlung
- Sanitär- und Hygieneanlagen
- eine Patientenküche
- eine Wäscherei
- eigene Wasser- und Stromversorgung
Umfassende medizinische Hilfe
Nicht nur im Hospital leistet das DRK Tag und Nacht medizinische Hilfe: Auch in der Basis-Gesundheitsstation in Port-au-Prince versorgen die Helfer bis zu 400 Menschen täglich. Ein mobiles Team ist täglich unterwegs, um den Menschen in den zahlreichen provisorischen Camps zu helfen. Zudem beteiligt sich das Deutsche Rote Kreuz an einer Impfaktion, die die Menschen in Port-au-Prince vor Krankheiten wie Masern, Tetanus und Diphtherie schützen soll.
Das mobile DRK-Krankenhaus und die Basis-Gesundheitsstation gehören zu den verschiedenen Katastrophenhilfe-Einheiten (ERUs), die das DRK in Notfällen entsendet. Lesen Sie hier mehr über die ERUs.


